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Acid Reflux causes and Treatment

Karin Jordan, ESMO 2017 – Rolapitant for Chemotherapy-induced Nausea and Vomiting

Karin Jordan, ESMO 2017 – Rolapitant for Chemotherapy-induced Nausea and Vomiting


Zunächst einmal die verzögerte CINV, also Chemotherapie induzierte Überlkeit und Erbrechen, startet ja ab Tag 1 nach
der Chemotherapie und dauert bis zu fünf Tage an. Und das ist in der Tat in den meisten Fällen, wenn die Patienten gerade ambulantisiert sind, dass dann die Symptome auftreten und die Ärzte, teilweise gar nicht über dieses Symptom informiert werden. Das ist bei Krankenschwestern, die ja muss man schon sagen, doch häufiger Kontakt mit den Patienten selber haben, dieses Symptom wird den Krankenschwestern meines Erachtens viel
häufiger berichtet, sodass natürlich die Krankenschwestern eine ganz
andere Wahrnehmung dafür haben und unsere Forschung oder auch unser Bemühen sollte in der nächsten Zeit unbedingt dahin gehen, dass wir ein akkurates Symptom-
Assessment machen, dass also auch der Arzt zu jeder Vorstellung über alle
aufgetreten Symptome, also insbesondere auch Übelkeit und Erbrechen informiert ist. Wir befinden uns ja bei der Profilaxe von Übelkeit und Erbrechen bei der Chemotherapie im Bereich der Supportivtherapie. Es ist schon viel geschafft, leider ist es immer noch so, dass die supportiven Aspekte noch nicht genug Eingang gefunden haben in das tägliche Management in der Hematologie und Onkologie und man könnte fast spekulieren, dass den supportiven Aspekte nicht so viel Bedeutung beigemessen
werden und deswegen ist es natürlich ganz besonders wichtig, dass gerade die internationalen Leitlinien in die Praxis oder in die Praxis mehr
eingeführt werden. Die Fragen natürlich ist, was sind die Hinderungsgründe? Sicherlich, das ist Supportivtherapie oder Übelkeit und Erbrechen erscheint so ein Soft-Thema zu sein, also Symptom-Management, dass muss mehr in den Vordergrund rücken; dass behindert möglicherweise die Einführung. Dann wird natürlich immer wieder angeführt der Kostenaspekt. Dass die Antiemetika so teuer seien. Das, muss ich sagen, ist mir jetzt nicht verständlich, gerade im, jetzt sage ich mal neuen Setting der ganzen neu eingeführten Therapien wie Immuntherapien oder auch der anderen Targeted Drugs, die einfach um ein Vielfaches teurer sind, sodass das für mich absolut kein Argument ist und deswegen gilt es für die Praxis absolut die Suportivtherapie, also insbesondere das Symptom-Management, zu optimieren und dass diese Leitlinien auch in die Praxis eingeführt werden, das ist natürlich mit größeren Umständen verbunden: Die ganzen Chemotherapieprotokolle müssen gegebenenfalls
angepasst werden, aber dahin sollte unbedingt unser Bemühen gehen. Das muss ich sagen, ist ja eine sehr interessante Frage. Muss man auch fast sagen provokante Frage, nämlich die damit sich vereint: Hat Rolapitant wirklich Vorteile gegenüber den anderen Neurokinin 1-Rezeptor-Antagonisten? Zunächst einmal ist festzustellen, und so bilden es auch
die Leitlinien ab, dass alle NK1-Rezeptor-Antagonisten im Grunde dass es sich um ein Klasseneffekt handelt. Nun guckt man sich vielleicht auch nochmal das pharmakologische Profil an und überlegt, was könnte gewisse Vorteile sein. Ein interessanter Hinweis ist, dass das Rolapitant
kein Inhibitor von CYP3A4 ist, sowie die anderen NK1-Rezeptor-Antagonisten, das Aprepitant, Fosaprepitant und das Netupitant. Allerdings muss man sagen, dass das Rolapitant wiederum ein Inhibitor von CYP2D6 ist, sodass man auch hier mit Vorsicht agieren sollte. Also die Medikamenteninteraktionen müssen bei jedem NK1-Rezeptor-Antagonisten bedacht werden. Das ist auch eine sehr
interessante Frage. Zunächst einmal das Rolapitant ist ja ein orales Medikament. Es muss nur einmalig vor der Chemotherapie gegeben werden. Das ist allerdings aber auch für die anderen Medikamente, also anderen NK1-Rezeptor-Antagonisten wie das Nepa der Fall. Hier ist allerdings auch nochmal darauf hinzuweisen, in Bezug auf die pharmakologische Evidenz, dass das Rolapitant kein Inhibitor von CYP3A4 ist. Und hier vielleicht ganz interessant zu bemerken, dass die Dexametazondosis, wie sie für die Profilaxe
verwendet wird, nicht reduziert werden muss. Bei den anderen NK1-Antagonisten muss das Dexametazon auf 12 mg bei der hochemetogenen Chemotherapie reduziert werden. Und das ist bei dem Rolapitant nicht der Fall, beziehungsweise nicht nötig, weil der CYP3A4-Effekt hier nicht zieht, Interessant aber noch einmal: Das Rolapitant muss auch nur einmal vor der Chemotherapie gegeben werden und wirkt dann über die fünf Tageperiode.

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